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3D Fernseher sind die neueste Entwicklung auf dem Markt für TV-Geräte. Sie machen zu Hause möglich, was seit Avatar unter Kinobesuchern für Begeisterung sorgt: Filme in 3D zu erleben. Bislang braucht man dazu noch eine spezielle 3D-Brille, die zum jeweiligen 3D Fernseher passt. Allerdings arbeiten die Hersteller an der Entwicklung von 3D-TV, das ohne Brillen auskommt.

Wann begann die 3D-Technik?

Der Ursprung der 3D-Technik liegt in der Mitte des 19. Jahrhunderts. In dieser Zeit wurde in der Fotografie das räumliche Sehen erforscht und das Stereoskop erfunden. Dies zeigte zwei Bilder, von denen jeweils eines für ein Auge bestimmt und dessen Inhalt auf die Berechnung zur räumlichen Tiefe abgestimmt war. Die ersten Filme in 3D-Technik wurden in den 1950er Jahren produziert. Dabei handelt es sich überwiegend um das Anaglyphenverfahren, das beim Betrachten mit einer Rot-Grünen-Brille ein 3D-Bild erstellt. Die Teilbilder werden hier auf einer Fläche dargestellt und mittels der Farbfilter der Brille wieder voneinaner getrennt.

Das Verfahren der Stereoskopie

Doch wie funktioniert ein morderner 3D Fernseher? Die bildliche Darstellung basiert weiterhin auf der Stereoskopie, um den Eindruck der räumlichen Tiefe herzustellen. Bei der aktuellen 3D-Technik handelt es sich meist um die Shuttertechnik. Vereinzelt kommt auch die Polarisations- und die Interferenzfiltertechnik zum Einsatz. Bei der Shuttertechnik werden die beiden Bilder, die die räumliche Tiefe herstellen nacheinander als Signal gesendet. Ein Film mit 24 Bildern pro Sekunde benötigt also 48 Bilder in der Sekunde. Das kann ein Flimmern zur Folge haben, weshalb 3D Fernseher eine Bildfrequenz von 120 Hz haben sollten. Mit 120 Hz kommen jeweils 60 Halbbilder an jedem Auge an, was ein flimmerfreies Fernsehen garantiert. Wir wollen ja keinen Flimmerkasten zurück.

Die Shutterbrillen

Die Shutterbrillen sorgen für die getrennte Wahrnehmung der einzelnen Bilder indem sie jeweils wechselseitig ein Brillenglas verdunkeln. Mithilfe einer Brille werden diese Bilder also so gefiltert, dass an jedem Auge nur das dafür vorgesehene Bild ankommt. Als Zuschauer bekommt man den Eindruck, als sei man mitten im Geschehen und es kann vorkommen, dass man sich intuitiv duckt, wenn etwas auf einen zufliegt.

Für die Brillen haben Hersteller oft ein eigenes Verfahren, wie der 3D-Eindruck erzeugt wird. Deshalb muss man darauf achten, dass die 3D-Brille zum Fernseher passt. Mal eben die eigene Brille nehmen, um bei dem Nachbarn 3D-Filme zu gucken, muss also vorher überprüft werden.

So weit die Technik zur Stereoskopie, die in einem 3D Fernseher verbaut ist. Grundsätzlich verfügen 3D Fernseher über ein LCD- oder LED-Bildschirm und basieren auf der gleichen Technik. Meist verfügen sie über Full-HD und haben ein hohes Kontrastverhältnis. Das kommt vor allem dann zur Geltung, wenn von 3D-Bildern in 2D-Bilder umgeschaltet wird, was mit jedem Fernseher möglich ist.

Was spricht für einen 3D Fernseher

Die Vorteile liegen klar auf der Hand: 3D Fernseher ermöglich ein echtes Filmerlebnis. Ansonsten hängen die positiven Aspekte davon ab, ob es sich um einen LCD- oder LED-Bildschirm handelt, denn auf diesen Techniken beruhen 3D Fernseher.

3d fernseher

Was spricht gegen einen 3D Fernseher?

 

Es wird gewarnt, dass das Anschauen von 3D-Filmen Schwindel hervorrufen kann. Bisher sind aber keine Problemfälle bekannt geworden. Da das Fernsehprogramm bisher in 2D ausgestrahlt wird, beschränkt sich der 3D-Genuss derzeit noch auf Filme. Neben einem 3D-TV und der dazu passenden 3D-Brille braucht man daher einen 3D-fähigen Blu-ray Player.

Des Weiteren gibts es zur Zeit noch wenige Filme, die 3D untersützen. Wenn man sich die Mehrkosten für einen 3D Fernseher im Preisvergleich einmal anschaut, wird deutlich, dass sich der aktuelle (inzwischen immer günstiger werdende) 3D Fernseher Preis nur bedingt rechnet.

Aktuelle Anbieter von 3D Fernseher sind Samsung, LG, Sony und Panasonic. Weitere werden sicher folgen. Eine der ersten, der vorgestellt wurde, war der Samsung 3D-TV C9090.