3D – Plasma oder LCD/LED?

Eines der Themen, welches die Fernsehwelt beschäftigt: LCD gegen Plasma. Keiner kann sich richtig entscheiden, denn beide haben Vor- sowie Nachteile. Aber auch bei den 3D-Fernsehern gibt es beide Technologien und alles fängt von vorne an.

Bei den Flachbildschirmen ohne 3D kann, dank LED und OLED, die LCD-Technik im Großen und Ganzen als knapper Sieger hervorgehen, da die LEDs mittlerweile mit der Farbintensität von Plasma mithalten können. Allerdings spielt beim Kauf auch subjektives Empfinden eine Rolle. Deshalb beleuchten wir die beiden Technologien beim dreidimensionalen Schauen näher. Eventuell gibt es hier ja einen deutlichen Sieger. Die Theorie scheint klar geregelt: Plasma ist klar im Nachteil, da die Brillen viel Licht und somit auch Farbintensität wegnehmen.

Warum? Dazu später mehr. Ein Pluspunkt von Plasma ist die sehr geringe Reaktionszeit. Wer darauf achtet, dem fällt im Idealfall auf, dass man sie auf dem Datenblatt gleich weglässt. Durch die so geringe Reaktion können die Teilbilder, die jeweils für das linke und rechte Auge gedacht sind, auch ohne Probleme nacheinander (beziehungsweise abwechselnd) wiedergegeben werden. Durch die Reaktionszeit von LCD-/LED-Fernsehern muss es zwar nicht, aber es dürfte bei einigen Geräten zu winzigen Verzögerungen kommen, was gerade bei der aufwendigen 3D-Technologie unpraktisch ist.

Die Bilder können möglicherweise nicht ganz so schnell ausblenden, wie die nachfolgenden eingeblendet werden. Dadurch bekommt das eine Auge mit, was für das andere Auge gedacht war. Das Bild entwickelt einen „Crosstalk-Effekt“. Auch wenn sich beim analogen bis zum jüngsten Tage darüber gestritten werden kann, ist es hier etwas anders. Durch die benötigte Plastizität muss der 3D-Effekt möglichst weiche Übergänge haben, die eine hohe Reaktionszeit definitiv nicht geben kann. Außerdem brauchen LCD-Fernseher etwas länger zum Aufwärmen, heißt am Anfang sind die Kristalle nicht so beweglich. Also ist es fast schon sinnvoll, zuerst 2D zu gucken.

Dass man anstatt zu LCD aktuell zu LED greifen sollte, ist klar. Durch die LEDs ist auch das oben genannte „Crosstalking“ weniger geworden, wenn auch nicht 100% weg. Die Farbintensität, über die oben schon die Theorie ihr Urteil gesprochen hat, kann weder verworfen werden, noch bestätigt. Vielmehr ist hier der Bedarf des einzelnen Betrachters wichtig. Denn rein von der Farbe her gewinnt der LED, da sein Licht polarisiert ist und direkt vor den 3D-Fernseher strahlt. Allerdings wird das Bild unschön, wenn man sich etwas seitlich vom Display aufhält.

Das ist wiederum die Stärke des Plasmas. Durch das unpolarisierte Licht gibt es eine größere Streuung, was den Betrachtungswinkel erweitert und trotzdem noch gute Bilder ermöglicht. Jedoch ist die Behauptung der weniger werdenden Leuchtkraft durchaus richtig. Denn das unpolarisierte Licht streut unkontrolliert und somit kommt nicht die ganze Leuchtkraft an der Brille an. Hier wird es noch ein Mal weniger, da die Brille polarisiert ist, was negativ gegenüber dem unpolarisierten Licht des 3D-Plasma-Fernsehers ist. Somit gibt es auch hier keinen sicheren Sieger. Die Zukunft wird zeigen, ob sich eine Technik durchsetzen wird.