Die Bezeichnungen von Fernsehern hängen maßgeblich mit ihrer verbauten Technik zusammen. Somit hat der Plasma-Fernseher seinen Namen, weil zur Bilderzeugung Plasma verwendet wird. Damit hebt sich der Plasma-TV technisch gesehen von einem LCD- oder LED-Fernseher ab.
Plasma ist ein teilweise ionisierendes Gas, das aus angeregten Atomen, Elektronen und freien Ionen besteht. Plasma ist eine Masse, die sich im Gaszustand befindet, der auch 4. Aggregatzustand genannt wird. Auch beim Plasmabildschirm werden die verschiedenfarbigen Lichter durch Leuchtstoffe erzeugt, die während einer Gasentladung durch das Plasma erzeugt werden.
Schon 1964 wurde der erste Plasmabildschirm entwickelt. Sie zeichneten sich durch Langlebigkeit und platzsparende Bauweise aus, weshalb sie gerade bei Großrechnern eingesetzt wurden, aber schnell vom wesentlich günstigeren Röhrenmonitor ersetzt. Erst in den 1990ern kam es zu ersten Modellen in der Unterhaltungsindustrie und damit auch zum Durchbruch der Plasmafernseher.
Technischer Hintergrund
Ein Plasma-Fernseher verfügt über viele Pixel, die wie ein Sandwichbelag zwischen zwei Glasplatten liegen. Ein Pixel eines Plasmafernsehers besteht aus 3 kleinen Farbpunkten, einem roten, einem grünen und einem blauen. Plasmabildschirme decken also den RGB-Farbraum, der Millionen an Farben darstellen kann, ab.
Jeder einzelne Pixel ist mit einer Edelgaskombination aus Xenon, Neon und zum Teil auch Helium angereichert. Dieses Gasgemisch wird unter dem Einsatz eines Transistors ionisiert. Dadurch entsteht ein Plasma das ultraviolettes Licht erzeugt, das die einzelnen Pixel zum Leuchten anregt.
Was spricht für einen Plasma-Fernseher?
Plasmafernseher verfügen über ein seher hohes Kontrastverhältnis und meist über eine sehr gute Bildqualität. Auch der Betrachtungswinkel von der Seite stellt Bilder verzerrungsfrei und unverändert dar. Plasma-TVs sind also Große Fernseher mit einer sehr guten Bilddarstellung.
Was spricht gegen einen Plasma Fernseher?
Es kann als Vor- oder als Nachteil gedeutet werden, aber Plasma-TVs gibt es nur ab einer Diagonale von 94 Zentimetern. Somit handelt es sich bei Plasma-Fernsehern um große Fernseher mit einem großen Panel. Hier sollte der Abstand zum Gerät bedacht werden, denn nur bei einem idealen Betrachtungsabstand kann ein Fernsehbild seine volle Qualität entfalten. Der Abstand sollte 5 bis 6 größer sein als die die Höhe des Fernsehers. Auch der Preis für Plasma Fernseher liegt meist höher als bei seinen technischen Konkurrenten, den LCD und LED-Fernsehern. Den 3D TV-Standard unterstützen Plasma-Fernseher nicht.

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