Was bedeutet Kontrastverhältnis?

Bei den technischen Angaben für einen Fernseher findet man meist auch die Werte zum Kontrastverhältnis. Angegeben werden diese Werte beispielsweise mit 1:1000 oder auch 1000:1. Diese Werte beschreiben den Unterschied in der Helligkeit zwischen Schwarz und Weiß, die der Fernseher darstellen kann. Doch welche Angaben sind für einen Fernseher gut und was bedeuten sie genau?

Das Kontrastverhältnis errechnet sich aus der maximalen und minimalen Leuchtkraft des Fernsehers. Der Quotient daraus ergibt den Kontrastwert. Zur Berechnung werden die Werte des stärksten Schwarz und Weiß hinzugezogen. Hat der Fernseher geringe Kontrastwerte, neigt er verstärkt zu grautönen. Die Angabe des Kontrastverhältnisses spielt also für die Darstellung satter Farben eine wichtige Rolle. Ein höherer Kontrastwert bedeutet lebendigere Bilder und schönere Farben.

Doch allein das Kontrastverhältnis sorgt noch nicht für eine gute Darstellung der Farben. Auch andere Faktoren wie Umgebungslicht haben Auswirkungen auf das Kontrastverhältnis. Des Weiteren muss die technische Verarbeitung des Fernsehers stimmen. Zwei Fernseher mit dem gleichen Kontrastverhältnis können ein unterschiedliches Ergebnis liefern. Das liegt auch an den Messmethoden der Hersteller, die das Kontrastverhältnis entweder als statischen beziehungsweise nativen Wert oder den dynamischen Kontrastwert angeben.

Statischer und dynamischer Kontrast

Einige Hersteller geben den statischen Kontrastwert an und andere den dynamischen. Das statische und dynamische Kontrastverhältnis können nicht miteinander verglichen werden. Doch oftmals werden diese Werte durcheinander geworden, obwohl sie sich in der Größe immens unterscheiden. Der native Kontrast liegt meist bei einem Wert von 1000:1 oder etwas höher. Dies ist ein Wert, der gute Ergebnisse erzeugt und auch dem aktuellen Standard entspricht. Ein Fernseher mit einem geringeren nativen Kontrastwert sollte nicht gewählt werden.

Der dynamische Kontrastwert ist weit höher als der statische Kontrastwert. Und reicht bis zu Werten von Millionen. Er gibt an, inwieweit der Kontrast nachgeregelt wird und sich der Bildhelligkeit anpasst. Ein hoher dynamischer Kontrast bewirkt also, dass bei hellen Szenen der Schwarzwert angepasst wird. Ein hoher dynamischer Wert kann zum gleichen Ergebnis führen wie ein hoher statischer Kontrastwert, der sich nicht anpasst. Ein hoher dynamischer Kontrast macht sich vor allem bei schnellen Szenen mit viel grau und Helligkeit bemerkbar.

Über den genauen Kontrastwert sollte sich jeder, der sich für einen neuen Fernseher interessiert, informieren. Ein kleiner Vergleich zeigt die Bedeutung. Schaut man sich zwei Fernseher an, bei denen jeweils der dynamische Kontrast von 1.000.000:1 angegeben ist, dann kann der native Kontrastwert bei einem Fernseher kleiner sein. Die Wahl sollte dann auf den mit dem größeren nativen Wert fallen.

Letztendlich entscheidet aber auch der eigene Geschmack, was einem bei der Farbdarstellung gefällt und was nicht. Ein Fernseher mit einem hohen Kontrastwert hat vielleicht für das eigene Empfinden viel zu starke Farben. In diesem Fall reguliert der Besitzer am Fernseher den Kontrastwert und passt ihn den eigenen visuellen Vorlieben an.